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Chronik

Geplante Aktivitäten 2005

  • das Projekt "Museumshafen Korneuburg"
  • die Instandsetzung des DDSG-Kahns
  • die Vermarktung des "Modells Rapidkreuzer der k. u. k. Kriegsmarine HELGOLAND" in Kleinserie (Maßstab 1:100)
  • das Projekt "Mini 6-m-R Yacht";
  • die Durchführung weiterer Schiffsführerkurse (nach Bedarf);
  • der Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen;
  • die Organisation von weiteren Reisen zu schifffahrtstechnisch oder nautisch interessanten Zielen;
  • die Einrichtung von Landesgruppen, um auch den Mitgliedern und interessierten Personen außerhalb des Einzugsbereiches von Wien bessere Möglichkeiten zu bieten, an den Aktivitäten des Vereins teilzunehmen
  • u. a. m.

Aktivitäten 2004

Der Vorstand hat im Jahr 2004 insgesamt 8 Vorstandssitzungen abgehalten:

  • 08. Jänner 2004
  • 17. Februar 2004
  • 15. April 2004
  • 06. Mai 2004
  • 16. Juni 2004
  • 05. August 2004
  • 20. Oktober 2004
  • 12. November 2004

Wesentliche Aktivitäten und Beschlüsse im Sinne der Verwirklichung einzelner Vereinsziele waren:

Die "Sektions-Stammtische", insbesondere auch der Stammtisch der "Allgemeinen Sektion", werden weiterhin von unseren Mitgliedern gerne besucht, wobei vor allem die Vorträge reges Interesse erwecken. Allen die, sich um die Organisation und Vorbereitung dieser Aktivitäten bemüht haben und vor allem den Vortragenden gebührt dafür besonderer Dank. Gleichzeitig sei damit aber auch die Bitte an alle Mitglieder verbunden, mitzuhelfen, diese Vorhaben weiterzuführen und auszubauen. Eine wichtige Aufgabe dieser Stammtische ist es aber auch, den Mitgliedern ein Ambiente für zwanglos geselligen Informations- und Erfahrungsaustausch zu bieten. Dass dies ebenfalls gerne genutzt wird, bestätigt sich darin, dass unser Verein – trotz der vielschichtigen Interessen, die er unter seiner Flagge vereint und trotz der immer größer werdenden Zahl der Mitglieder – langsam zu einer "Familie" zusammenwächst.

Das Vereins-Informationsblatt, "Österreich Maritim", hat neben den Mitgliedern bereits rund 180 Abonnenten und ist im In- und Ausland als Fachblatt bereits geschätzt. Aus diesem Grund muss diese Einrichtung weiterhin mit der gleichen, wenn nicht sogar noch besseren Qualität angeboten werden, obwohl die Aufwendungen für Porto, Versand und die attraktive Gestaltung dem Verein hohe Kosten verursachen und die Erstellung der Hefte ohne den intensiven uneigennützigen Einsatz unseres Redaktionsteams nicht denkbar wäre. Dafür gebührt nicht nur unserem "Chefredakteur" Herrn Dipl. Ing. Nikolaus Sifferlinger sondern auch unserer "Verlegerin" Frau Herburger, die nach wie vor die Ressourcen ihrer Firma unserem Verein zur Verfügung stellt, besonderer Dank. Zu unserem Chefredakteur Herrn Dipl. Ing. Sifferlinger ist noch anzumerken, dass er diesen zeitaufwendigen Job mit besonderem Einsatz wahrnimmt, obwohl er durch seine berufliche Tätigkeit mehr als ausgelastet ist – was zur Folge hat, dass manche unserer Artikel in der Vorbereitungsphase per e-Mail aus Amerika oder aus Australien kommen. Dies ist auch der Grund, warum er gebeten hat, sich zumindest dadurch ein wenig entlasten zu dürfen, dass er die Funktion als Vizepräsident zurücklegt, wobei ein weiterer Grund auch darin liegt, dass er infolge seiner häufigen Auslandsaufenthalte die Termine der Vorstandssitzungen oft nicht wahrnehmen kann. Diesem Ersuchen entspricht der Vorstand mit den später zu besprechenden Anträgen an die GV. Um die Arbeit des Redaktionsteams weiter etwas zu erleichtern, wurden grundsätzliche Rahmenvorgaben für die einheitliche Gestaltung der Autorenbeiträge erarbeitet, die auch in einer der nächsten Nummern von "Österreich Maritim" kundgemacht werden. Alle Autoren, die Artikel für unsere Vereinszeitschrift vorbereiten, sind damit gebeten, diese einheitlichen Gestaltungsgrundsätze zu beachten.

Die Unterstützung der Wiederinstandsetzung der "Frederic Mistral", wurde im abgelaufenen Vereinsjahr nur eingeschränkt wahrgenommen. Vorangestellt sei die Aussage, dass der in der 22. Vorstandssitzung (11. September 2003) einstimmig gefasste Vorstandsbeschluss, für die Fortführung der Instandsetzungsarbeiten am "Frederic Mistral" keine vereinseigenen Mittel oder Ressourcen mehr zur Verfügung zu stellen, weiterhin aufrecht ist. Dazwischen hat der Vorstand über Vorschlag des Präsidenten in seiner 26. Sitzung neuerlich das Gespräch mit Kap. Scheriau gesucht, um doch zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Da sich der Schriftführer Dipl. Ing. Poinstingl außer Stande sah, eine Lösung herbeizuführen, hat Dipl. Ing. Bohdal die Aufgabe übernommen, neuerlich ein Übereinkommen mit Kap. Scheriau zu erreichen. Auf Grund der Gespräche zwischen den Herrn Dipl. Ing. Bohdal und Kap. Scheriau, wurde der 27. Vorstandssitzung ein weiterer Entwurf für ein Übereinkommen mit dem Eigner der Schiffe Mistral und Pascal vorgelegt. Da Kap. Scheriau sich zu diesem Entwurf nochmals Bedenkzeit erbat, wurde nach längerer Diskussion, die in Anwesenheit von Kap. Scheriau geführt wurde, beschlossen, ihm eine Frist für eine allfällige Einverständniserklärung einzuräumen. Da diese Frist verstrichen ist, ohne dass eine Antwort von Kap. Scheriau einlangte, bleibt, wie bereits erwähnt, der Beschluss der 22. Vorstandssitzung weiter aufrecht. Vielleicht wird Näheres dazu im Rahmen der folgenden Berichterstattung der Sektion "Frederic Mistral und Pascal" vom Sektionsobmann dargelegt werden.

Ein wesentliches Anliegen des Vorstandes war es im heurigen Jahr, die Verhandlungen mit der Gemeinde Korneuburg und der beauftragten Fa. IMMOfonds im Sinne der Ziele des Vereins zum Abschluss zu bringen. Der Präsident und Dipl. Ing. Bohdal führten im Auftrag des Vorstandes die entscheidenden Gespräche, die zwar viel Zeitaufwand und Mühe erforderten, die aber mit der Unterzeichnung eines Bestandsvertrages abgeschlossen zwischen der Fa. IMMOfonds und unserem Verein in einer unseren Zielen entsprechenden Weise abgeschlossen werden konnten. Gegen einen Bestandszins von jährlich 1000 Euro hat der Verein das Recht der Benützung der Hellinganlage am nördlichen Ufer des Werfthafens Korneuburg mit insgesamt vier Gleisen und der daran stromab anschließenden Landfläche bis zur östlichen Grenze des öffentlichen Straßengutes, im Norden begrenzt durch die nördliche Kranbahn inklusive eines Liegeplatzes für unseren Schleppkahn samt Landgang und dem Recht auf Zufahrt und Verhaftung von Wasserfahrzeugen. Nach Abschluss dieser grundsätzlichen Vereinbarung wurde die weitere Verfolgung der Vereinsziele bezüglich Museumshafen, Schiffsliegeplätze, Instandsetzung und Verankerung des DDSG Kahns etc. der Sektion Museumshafen - alte Werft Korneuburg unter der Leitung des Obmannes Herrn Kap. Hubert Giracek übertragen, der in seinem Bericht auf weitere Einzelheiten und den Fortgang der Arbeiten eingehen wird.

Im heurigen Jahr konnten auch die Arbeiten zur Erstellung unserer HOMEPAGE abgeschlossen werden, die nun für Jedermann unter der Adresse www.fhs-austria.com erreichbar ist. Die technischen Vorarbeiten und die Gestaltung der Benutzeroberfläche wurden von Frau Herburger und Herrn Trulei vorbereitet und im Rahmen der Fa. von Frau Herburger und unter Benutzung von Ressourcen dieses Unternehmens zu Ende geführt. Ich möchte dafür unserer Vorstandskollegin Frau Herburger für die Beistellung der Technik und Herrn Trulei, der gemeinsam mit ihr die Gestaltung übernommen hat, nochmals herzlich zu danken.

Einen besonderen Höhepunkt stellte im heurigen Jahr das Nostalgie-Schiffstreffen 2004 dar, das bereits zum zweiten Mal veranstaltet wurde. Aufbauend auf den Erfahrungen von 2002 konnte dieses Treffen heuer noch besser vorbereitet und durchgeführt werden. Insgesamt nahmen heuer mehr als 20 Schiffe teil, die im Konvoi und unterbrochen durch die Empfänge und Veranstaltungen in den angelaufenen Häfen vom 28. August bis 5. September 2004 von Linz über Wien / Donaukanal bis Korneuburg fuhren. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg nicht nur für die Teilnehmer, die einander bei den abendlichen Grillfesten und der gegenseitigen Unterstützung bei den Manövern näher gekommen sind, sondern und vor allem auch für den Verein, der teils unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf der Donau und in den Häfen "Flagge zeigte". Dementsprechend war auch das Interesse und der Widerhall in Presse, Rundfunk und TV. Höhepunkt bildete die Abschlussveranstaltung in Korneuburg in deren Rahmen in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll symbolisch der Grundstein für unser Projekt Museumshafen gelegt wurde. Der Andrang bei den vorgesehenen "Schiffsbesichtigungen" war zwar Werbewirksam für den Verein und dokumentierte das allerorten bestehende große Interesse, strapazierte jedoch teilweise die Nerven der teilnehmenden Schiffseigner sehr stark. Außerdem zeigte uns die große Zahl der teilnehmenden Schiffe jene Grenzen auf, die einer solchen Veranstaltung auf der Donau organisatorisch gesetzt sind. Dies hindert uns jedoch nicht bereits mit Elan an die Planung des Schiffstreffens 2006 heranzugehen. Dass diese Veranstaltung ein so großer Erfolg wurde ist vor allem dem Einsatz und der umsichtigen Organisation unseres Vorstandsmitgliedes, des Obmannes der zuständigen Sektion Herrn Dipl. Ing. Bohdal zu danken. Dank gebührt aber auch den Mitgliedern, die sich um die Vorbereitung der landseitigen Veranstaltungen bemühten, wobei aber erwähnt werden muss, dass diese sehr unterschiedlich abgelaufen sind. Jene Gemeinden, die uns unterstützt und willkommen geheissen haben, werden wir auch 2006 wieder einplanen. Alle näheren Details werden sicher im Bericht von Dipl. Ing. Bohdal angesprochen, sodass dieses kurze Resume vorerst genügen soll.

Zum ersten mal in der noch kurzen Geschichte unseres Vereins machten wir den Versuch, einen Schiffsführerkurs zu veranstalten. Gleich vorweg, es war ein voller Erfolg. Nicht nur weil alle 10 Teilnehmer bestanden haben, sondern weil die Ausbildung nach allgemeiner Ansicht der Teilnehmer – dank unserer sachverständigen Vortragenden – sowohl in der Theorie, als auch – dank der Unterstützung durch unsere mitwirkenden Schiffseigner – in der Fahrpraxis qualitativ hochwertig war. Auch die Prüfungskommission hat dies anerkannt. Obendrein waren die Kurskosten für unsere Mitglieder wesentlich geringer, als die entsprechenden Anbote der Schiffsführerschulen.

Hatten die Schiffseigner im Rahmen des Schiffstreffens die Gelegenheit einander besser kennen zu lernen, so war der Ausflug oder soll man besser sagen, die Informationsreise nach Pola, die Gelegenheit vor allem für die Historiker, Erfahrungen auszutauschen und Gemeinsamkeit zu erleben. So wie unser erster Vereinsausflug nach Hamburg, war auch diese Fahrt, dank der Vorbereitung durch den zuständigen Sektionsobmann Herrn Trulei, wieder ein besonderes Erlebnis. Die eindrucksvolle Kulisse der schon im Verfall begriffenen Befestigungsanlagen des ehemaligen österreichisch-ungarischen Kriegshafens hat bei vielen Teilnehmern sicher besondere Eindrücke hinterlassen und unser Wissen bereichert.

Um die Corporate Identity unseres Vereins zu stärken und vor allem auch um beim Schiffstreffen die Vereinszugehörigkeit bekunden zu können, wurden Topwimpel und Tischwimpel mit dem neu gestalteten Vereinsemblem beschafft, die zu günstigen Preisen allen Mitgliedern angeboten werden. Die Tischwimpel sind auch als Ehrengaben oder Gegengeschenke bei Veranstaltungen vorgesehen.

Der von der DDSG-Cargo erworbene Leichter der "10000er-Klasse" (10065 Baujahr 1955) wurde nach einer Überholung in Pressburg noch zu Lasten der DDSG-Cargo nach Korneuburg geschleppt und dort vorerst an der Spundwand verheftet. Er muss nun ausgeräumt werden – am Schiffsboden liegen einige Tonnen Erzreste – die Schottdurchbrüche müssen wieder ordnungsgemäß verschlossen werden und dann kann der Kahn adaptiert werden, um für verschiedene Zwecke (Werkstätte, Magazin, Club- und Ausstellungsraum) für den Verein zur Verfügung zu stehen. Zu den Details des Standes der Angelegenheit wird Kapitän Giracek berichten.

Mit der Wasserstrassendirektion ist ein Vertrag in Vorbereitung, der dem Verein die Ländenrechte am Donaukanal zwischen km 5,91 und km 6,02 sichern soll. Dies erweist sich als notwendig, da Liegeplätze im Donaukanal bereits jetzt schwer zu erlangen sind und im Zuge des vorgesehenen Ausbaus des Donaukanals kaum mehr Ländenrechte zu vergeben sein werden. Da die gegenständlichen Rechte lediglich 330,- Euro jährlich kosten werden, muss diese Gelegenheit, die eine der letzten Möglichkeiten darstellt, genutzt werden.

Da die Messeleitung Wien trotz mehrmaliger Gespräche keinerlei Interesse zeigte, dem Verein die Teilnahme an der diesjährigen Modellbaumesse zu ermöglichen – Näheres dazu wird der Obmann der Modellbausektion, Herr Achtsnit, berichten – konnte über Kontakte, die Herr Trulei beigebracht hat, trotz knappster Vorbereitungszeit noch eine Päsentation des Vereins bei der Modellbaumesse im Rahmen des Standes der Fa. Platter sichergestellt werden. Da jedoch nur ein Laufmeter des Firmenstandes zur Verfügung stand, konnten keine Modelle ausgestellt werden, sondern nur der Verein als Ganzes mit seinen Sektionen und Zielen präsentiert werden.

Die genannten Aktivitäten können natürlich nur die wesentlichen Schwerpunkte der Tätigkeit des Vorstandes im ablaufenden Jahr und damit nur einen schmalen Ausschnitt der Tätigkeit beleuchten. Daneben war die übliche Routinearbeit zu bewältigen – eine Aufgabe, die nicht nur zusätzlich Zeit und Einsatz kostet, sondern offenbar ebenfalls von Erfolg gekrönt war, wie z. B. die Zunahme des Mitgliederstandes beweist. Dies gilt aber auch für die ebenso erfolgreiche Arbeit in den Sektionen, die – und dies soll besonders hervorgehoben werden – immer mehr in Schwung kommt, wie auch die folgenden Berichte der Obmänner deutlich zeigen werden.


Vorträge beim Stammtisch der Sektion "Historiker"

12. Oktober 2004
DR. GÜNTHER SCHEFBECK
„Die österreichisch-ungarischn tiefsee-Expeditionen 1890–1898“

11. Mai 2004
GEORG PAWLIK
"Aus dem Privattagebuch des Seekadetten Ernst Freiherr von und zu Liebenstein-Preuschen

13. April 2004
DR. MAG. GEORG LEHNER
"Österreich-Ungarn und der Boxeraufstand, Alltagsleben im Detachement Peking und Tientsin"

13. Jänner 2004
OB.LTN.Z.SEE WILLI ULBING
"Vom Kadetten zum Kapitän eines U-Bootes"

09. Dezember 2003
DR. ÁKOS GYÖRGY
"Österreichisch-ungarische Handelssegelschiffe"

11. November 2003
DR. CHRISTOF RAMOSER
"Die Tegetthoff-Klasse im Vergleich mit deutschen und britischen Schiffen"

14. Oktober 2003
DR. GÜNTHER SCHEFBECK
"Die k.(u.)k. Kriegsmarine und die Wissenschaften"

09. September 2003
ERWIN GRESTENBERG
"Die Verteidigung des Hauptkriegshafens Pola"

13. Mai 2003
UNIV.-PROF. DR. LOTHAR HÖBELT
"Die Jeune École in Österreich"

08. April 2003
DR. KLAUS K. KÖRNER
"Es begann nicht mit Tegetthoff! Die Anfänge der k.k. Kriegsmarine"

14. Jänner 2003
DR. CLAUDIA HAM
"Mit der k.u.k. Kriegsmarine in die neue Welt"

12. November 2002
GEORG PAWILK
"Marinegräber im In- und Ausland"


Tätigkeitsbericht für das Jahr 2003
Lucy Preller

  • Bericht über die Reise des Vereins nach Hamburg (4. - 6. April) im Österreich Maritim Nr. 10
  • Besuch der Pressekonferenz : "Die NOVARA-Expedition II - Auf den Spuren der NOVARA-Expedition (1857 bis 1859) " am 8. April und Artikel darüber im Österreich Maritim Nr.11.
  • Bisher vergebliche Versuche eine Kooperation von Wiener Politikern für das Nostalgieschiffstreffen 2004 zustande zu bringen. Kann aber noch gelingen.
  • Mitorganisation der Übergabe des Schiffsmodells "DS FREDERIC MISTRAL" an das Technische Museum am 21. Oktober.