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Die Schiffsmodell-Ausstellung
25. November bis 27. November 2005

von Robert Tögel

Die Vorstellung war beeindruckend: Über 100 Modelle aus verschiedenen Epochen und in bester Qualität wurden ausgestellt.

Der Bogen spannte sich von der Antike bis zur Neuzeit, Kauffahr- und Entdeckerschiffe, Handels- und Kriegsschiffe. Voll detaillierte Stand-Modellen und Funktionsmodelle, die ferngesteuert viele Funktionen von Schiffen nachvollziehen können, erweckten großes Interesse. Unsere Historiker brachten auch maritime Schaustücke aus ihren Sammlungen mit.

Die Modelle und maritimen Ausstellungsstücke sind von FHS-Mitgliedern sämtlicher Sektionen, befreundeten Vereinigungen – wie IGU und IPMS - und zahlreichen Freunden zur Verfügung gestellt worden. Das ist umso mehr bemerkenswert, als Schiffsmodelle nur sehr schwierig und risikoreich zu transportieren sind. Daher ist den Ausstellern dafür danken, dass sie ihre Schmuckstücke zur Verfügung gestellt haben, die ja nicht nur handwerkliche und technische Meisterwerke sind, sondern auch einen beträchtlichen Wert darstellen.

Der am weitesten angereiste Aussteller war der Brite Jim Baumann, ein international mehrfach preisgekrönter Modellbauer. Jim hatte es nicht für möglich gehalten, dass ein Land – ohne Anbindung an das Meer – so eine Ausstellung zusammenbringen kann. Ja, die Tradition hat ja doch ihre Stärken: Die k.u.k. Kriegsmarine war schließlich einmal die achtgrößte Flotte der Welt, die DDSG die größte Binnen-Schifffahrtsgesellschaft und der Österreichische Loyd die eine der größten Schifffahrtsgesellschaften der Welt. Deshalb hat uns sein Lob besonders gefreut – auch, dass er uns zwei seiner Meisterwerke mitgebracht hat.

Viele interessierte Besucher

Vorwerbung und die Mundpropaganda ha ben soweit geklappt, dass auch der Besuch alle Vorstellungen überboten hat. Sicher hat der Veranstaltungsort Korneuburg dazu beitragen – befanden wir uns doch in einer Stadt, in der noch vor einer Generation fast in jeder Familie ein Mitglied in irgendeiner Form für die örtliche Werft – und damit für die Schifffahrt – gearbeitet hat.

Die Qual der Wahl

Die Besucher der drei Tage hatten die Möglichkeit, das schönste oder beste Modell der Ausstellung zu wählen. Die ersten drei Plätze wurden vom ferngesteuerten Schlachtschiff BISMARCK und zwei klassischen Segelschiffen, der ROYAL CAROLINE, ein prächtiges barockes Segelschiff und dem schwedisch-königlichen Prachtschiff WASA belegt .

Die weiteren Plätze gingen an das Modell der NIEDERÖSTERREICH – dem Patrouillenboot des österreichischen Bundesheeres – und die Modelle der Interessengemeinschaft U-Boote.

Die Veranstalter bedanken sich

Die Sektionen „Modellbau“ und „Historiker“ der FREUNDE HISTORISCHER SCHIFFE waren die Veranstalter der Ausstellung. Die neue Sektion „k.(u.)k. Marineeinrichtungen und Festungen“ zeigte hier das erste Mal seine Flagge.

Veranstaltungsleiter war Adolf Achtsnit, dem es mit höchstem persönlichen Einsatz gelungen ist, diese hervorragende Schau zustande zu bringen. Herzlichen Dank Adolf!

Bedanken müssen wir uns sowohl bei den interessierten Besuchern und bei den vielen Leihgebern, Helfern und Betreuern, die den Erfolg ermöglichten.

Bei einer Publikumsbefragung wurde die Freundlichkeit und Auskunftsbereitschaft der anwesenden Modellbauer an erster Stelle gelobt. Ansonsten wurde die Ausstellung als sehr gelungen und unbedingt wiederholungswürdig bewertet.

Vorschau auf 2007

Wir werden aufgrund des Erfolges gerne die Ausstellung wiederholen. Allerdings erst im Spätherbst 2007. Dann können wir wieder viele neue Schiffsmodelle zeigen und „alte Bekannte“ wieder bereitstellen. Wir werden über unsere Zeitung und die Homepage eine Einladung aussprechen.

weitere Abbildungen zur Ausstellung