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Nostalgie-Schiffstreffen 2006 Schiffe gehören zu den ältesten Verkehrsmitteln der Menschen. Das veranschaulichen auch die historischen Wasserfahrzeuge aus vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten, die sich zum 3. Nostalgie-Schiffstreffen angekündigt haben. Flüsse und Kanäle waren seit jeher wichtige Handels- und Verkehrswege und führten schon frühzeitig in ihrem Einzugsbereich zu hohem Wohlstand. Die Wasserwege haben in der Vergangenheit einen wesentlichen Beitrag zum industriellen Fortschritt in Europa geleistet und sind als umweltfreundliche Verkehrsträger auch künftig unverzichtbar. Das gilt aber auch für die Mobilität insgesamt. Sie ist heute das Rückgrat der modernen Volkswirtschaften und ist damit von zentraler Bedeutung für den Erhalt und die Sicherung von Wohlstand, Arbeitsplätzen und Lebensqualität. Als Bundesregierung investieren wir deshalb in alle Verkehrsträger. Wir wollen u. a. erreichen, dass mehr Güterverkehr von der Straße auf Schiene und Wasserstraße verlagert wird. Dazu brauchen wir eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger und die grenzüberschreitenden Lückenschlüsse im internationalen Verkehr und in den Transeuropäischen Netzen. Die Binnenschifffahrt ist längst ein Thema von europäischem Rang. Deutschland verfügt über ein gut ausgebautes Netz von Wasserstraßen, in das wir auch in den kommenden Jahren verstärkt investieren müssen. Bedenkt man, dass die Tonnage schon nahezu das Niveau der Schiene erreicht hat, dann wird verständlich, warum wir hier jetzt eine Priorität setzen müssen. Weitere Anstrengungen sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße zu gewährleisten. Die EU-weite Harmonisierung der Anforderungen für den Erwerb der Schifferpatente wie auch die gegenseitige Anerkennung von Schiffsführerzeugnissen der europäischen Staaten wird von allen Schifffahrtskommissionen und von der EG in Angriff genommen. Durch die Unterschiedlichkeit der europäischen Gewässer gestaltet sich die Harmonisierung als sehr schwierig. Deutschland und seine Nachbarn wirken auf allen Ebenen auf eine gemeinsame Regelung hin, die sowohl der Sicherheit dienen, als auch den berechtigten Interessen der Patentinhaber auf reibungslose Anerkennung ihrer Patente Rechnung tragen wird. Erstmals wird das Nostalgie-Schiffstreffen grenzüberschreitend in Österreich und in Deutschland stattfinden. Die Organisatoren und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen damit ein Zeichen für das zusammenwachsende Europa auch auf den europäischen Wasserstraßen. Es handelt sich bei den teilnehmenden Schiffen auch um ein maritimes Kulturerbe, dass es zu erhalten und zu pflegen gilt. Ich begrüße und unterstütze es, dass sich hierzu Interessierte aus vielen Ländern zusammen finden, um mit ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement die historischen Schiffe für nachfolgende Generationen zu erhalten und erlebbar zu machen. Gemeinsame Fluss- und Kanalfahrten, wie jetzt auch von Passau nach Kronenburg, zeigen dies anschaulich. Seien Sie immer auf den deutschen Bundeswasserstraßen willkommen! Ich wünsche Ihnen allen ein gelungenes Treffen mit unvergesslichen Eindrücken entlang der wunderbaren Donaulandschaft, dazu Sonnenschein und natürlich ein großes und interessiertes Publikum. Der Traditionsschifffahrt wünsche ich eine gute Zukunft und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Ihr
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