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Minensucher
(Ungarn)

Teilnehmer Schiffstreffen 2006

 

 

 

Weniger noch im 1., aber weitaus am h äufigsten von allen Möglichkeiten waren Minen im 2. Weltkrieg die Ursache von Schiffsverlusten auf der Donau. Rund 1 Drittel aller etwa 3.500 Schiffsverluste sind auf Minentreffer zurückzuführen. So wurde beinahe jede Nacht die Donau bei Theben von englischen Lancaster-Bombern vermint, gelegentlich aber wurden auch Schlossteiche weit ab der Donau „bedient“. Und ebenso regelmäßig wurden die Minen wieder geräumt, wofür im Wr. Hafen Kuchelau sogar eine eigene Fliegerstaffel mit Wasserflugzeugen stationiert war.

Mit der Intensivierung des Kalten Krieges musste auch Ungarn mit Verminungen auf der Donau rechnen und baute eine starke Minensuchflottille auf, die freilich nie zum kriegsm äßigen Einsatz kam. Dafür wurde die Type AN 2 entwickelt. Angetrieben werden die 10,5 t schweren und 24km/h schnellen Schiffe (L= 13,4 B= 3,6, T= 0,96m) von 2 Csepel D-613 Dieselmotoren mit je 85 PS. Mit dem Beitritt Ungarns zur NATO ist diese Bedrohung weggefallen und die Flottille wurde aufgelöst. Die verbliebenen 32 von 40 zwischen 1953 und 1956 gebauten Schiffe wurden demilitarisiert und an Private verkauft. Aus den ehemaligen Kriegsschiffen wurden Yachten.

4 Minensucher, nun längst zivil zugelassen, kommen nun im Schlepp des Kataraktenschleppers SOPRON zu einem inoffiziellen „Staatsbesuch“ zum NST 06 nach Passau und nach Österreich.