|
Sektion Museumshafen Korneuburg Neues
Leben in die historische Schiffswerft Korneuburg
von H. Klein Die Worte "Schiffswerft" und "Korneuburg" waren über Jahrzehnte hinweg ein Begriffspaar in Österreich, ja die Schiffswerft Synonym für die Stadt. Nun, nach dem Ende der Schiffswerft und der Fortführungsversuche verfügt die Stadt Korneuburg über ein einzigartiges Gelände, für das eine adäquate Nachnutzung gesucht wird.
Museumshafen
und -werft Damals entstand der Gedanke, die durchaus verwandten Interessen der Liebhaber alter Schiffe und der Stadt Korneuburg zu koordinieren. Die Stadt ist an einer adäquaten Nachnutzung interessiert, die möglichst dem Standort entspricht und touristische Akzente setzt. Die Eigner historischer Schiffe, die im Vergleich zu den modernen Motorbooten oft viel größer, aber immer viel pflegeintensiver sind, benötigen einen geschützten Liegeplatz und eine Möglichkeit, auch einmal Arbeiten an Ihren Schiffen durchzuführen. Daraus entstand das Projekt "Museumshafen und Museumswerft Korneuburg". Dieses Projekt sieht vor, einige Teile der alten Werft zu erhalten und sie wieder in den ursprünglichen benutzbaren Zustand zurückzuversetzen, um daraus ein lebendiges und einem steten Wandel unterworfenes Museum der Donauwelt zu erschaffen. Die meisten Schiffe gehören Privaten, die damit auch verreisen, auf der anderen Seite ist aber mit Sicherheit zu rechnen, dass auch fremde historische Schiffe diesen Hafen frequentieren werden, einfach, weil es im gesamten Wiener Raum keine vergleichbaren Einrichtungen gibt und der Tourismus mit alten Schiffen stark zunimmt. So wird ein ständiges Kommen und Gehen herrschen und der Besuch niemals langweilig werden. Darüber hinaus ist vorstellbar, historische Schiffe als Museumsschiffe (zB.: die Dampfer Frederic Mistral und Pascal) im Hafen zu präsentieren, um so einen Teil der "alten" Arbeitswelt lebendig zu erhalten.
Der Eindruck "Werft" kann auf einzigartige Art mit dem Anspruch einer modernen Freizeitgesellschaft und den für einen Museumsbetrieb notwendigen Einrichtungen verbunden werden. Die Slipbahnen 1 - 4 bleiben erhalten und werden wieder dafür verwendet, wofür sie gebaut wurden: um Schiffe für Reparaturen an Land ziehen zu können, sie zu streichen und zu pflegen. Der Besucher kann life zusehen und auch selber mit Hand anlegen. In das Hafenbecken wird der historische Frachtkahn 10065 der ehem. DDSG gelegt, der vorerst als Vorstellobjekt für die kleineren Schiffe dienen soll, später aber zum Zentrum des Vereins FHS (zZ knapp 190 Mitglieder mit rund 35 historischen Schiffen, uA Stadt Wien, Wien, Schönbrunn usw.) ausgebaut werden soll, mit Vortragssaal, Museum und Lager für Artefakte. Einige vergleichbare Einrichtungen sehen Sie auf diesen Homepages: http://www.freunde-des-gaffelriggs.de/online/body_museumshafen.html
http://www.museumshafen-oevelgoenne.de Unser
Ziel dabei ist die Erhaltung und Nutzung des noch in Österreich verbliebenen
historischen Erbes der Schifffahrt. Gleichsam als Nebenprodukt entsteht
der angedachte Museumshafen, wobei es erklärtes Ziel ist, das gesamte
Areal offen zu halten. Aus Sicherheitsgründen wären lediglich die schwimmenden
Objekte nur in Begleitung besichtigbar, würden aber von Land aus über
Schaubilder und Tafeln erklärt werden. An bestimmten Tagen im Monat, etwa
den Wochenenden oder den Hafenfesten, wäre dann das gesamte Angebot zu
sehen. Abgesehen vom Frachtkahn 10065 sollten derzeit folgende Schiffe ihren ständigen Liegeplatz in Korneuburg erhalten: Die Dampfschleppschiffe Frederic Mistral (1913) und Pascal (1906, schon in Korneuburg), das Motorschleppschiff Anna (ca. 192?), die Zollkreuzer Wien (1938) und Websi Danubius (1955) und einige andere mehr. Zu dieser Liste ist zu sagen, dass bisher noch keinerlei Werbung für die Möglichkeit, dort zu liegen, gemacht wurde. Sobald eines der Dampfschiffe wieder flott ist (Kesselerneuerungen stehen an), ist auch daran gedacht, von Korneuburg aus Rundfahrten, etwa in den Donaukanal, zu unternehmen. Die an Tourismusakzenten so arme Region Korneuburg würde durch dieses Projekt eine mit der Stadt traditionell assoziierte neue Attraktivität erhalten, die sicherlich geeignet ist, Besucher nicht nur einmal, sondern immer wieder nach Korneuburg zu bringen. Schiffsstation
In Wien hingegen herrscht Gedränge an den Liegeplätzen, in bis zu drei Reihen liegen die Passagierschiffe. Busse bringen die Reisenden in die Stadt, Lieferwägen verproviantieren die Schiffe und versorgen sie mit Betriebsstoffen. Und die Liegegebühren sind hoch, so hoch, dass den Liegeplatz verlässt, wer nur irgendwie kann. In Sichtweite des Milleniumtowers hingegen, an dessen Fuß sich das Alles abspielt, herrscht himmlische Ruhe. Obwohl es für die Touristenbusse und die Lieferanten unerheblich wäre, ob sie nun nach Korneuburg oder Wien fahren. Das gesamte Gelände wird nun saniert und wäre leicht auf die Bedürfnisse der Kabinenschifffahrt hin zu adaptieren: Die Ver- und Entsorgungsanschlüsse eines Hauses sowie eine Zufahrt, groß genug für Busse und Lieferanten. Und die Passagiere hätten ein interessantes Besichtigungsziel nebenan, einen romantischen Museumshafen und könnten die dort von der Stadtgemeinde angedachte Gastronomie nutzen. Und gelingt es, dass nur 1 Kabinenschiff täglich dort über Nacht liegt, was in Anbetracht der Nähe zu und dem Gedränge in Wien nicht unwahrscheinlich erscheint, und einer Dauer der Saison von etwa 200 Tagen, so entsteht dort ein Potential bei etwa 140 Passagieren pro Schiff von rund 28.000 wohlhabenden Besuchern jährlich. Probleme
Symbiose
Zur
Geschichte der Werft
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Allgemeine Sektion Sektion Dampf Sektion Historiker Sektion Historische Schiffe Sektion Modellbauer Sektion Museumshafen Korneuburg ehemalige Sektionen: Sektion Frederic Mistral Sektion K.(u.)K. Marineeinrichtungen& Festungen |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||